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Mikrofonachse

Die Stärke und Qualität des vom Mikrofon aufgenommenen Signals hängen bei fast allen Mikrofoncharakteristiken (Ausnahme: Kugel) von der Richtung des Schalls und natürlich auch von der Entfernung zwischen Schallquelle und Mikrofon ab. Daher wird bei der Beschreibung der Charakteristiken immer von Winkeln zur Mikrofonachse gesprochen. Es stellt sich also die Frage, wo nun bei den einzelnen Mikrofonen die 0°-Achse oder eben die Mikrofonachse ist.

Dynamische Mikrofone

Bei Mikrofonen, die an eine Eistüte mit einer Eiskugel erinnern, ist die Längsachse des Mikrofons die 0°-Achse. Ein dynamisches Mikrofon erwartet den Schall also von oben, oder besser, man richtet das Mikrofon aus der Sicht der Schallquelle so aus, dass die Schallquelle den Korb, aber nicht den Griff 'sieht'. Die Schallquelle will die Eiskugel aber nicht die Tüte 'essen'.

Kleinmembran-Kondensator-Mikrofone

Diese Mikrofone sehen wie dünne Stäbe aus. Auch bei ihnen ist die Längsachse des Mikrofons die 0°-Achse. Das mit dem Korb ausgestattete 'Ende' des Stabes soll auf die Schallquelle 'zeigen'. Dieses 'Ende' ist dünn/klein, weil es sich um ein Kleinmembran-Kondensator-Mikrofon handelt.

Großmembran-Kondensator-Mikrofone

Wie zu erwarten, haben Großmembran-Kondensator-Mikrofone ihren Namen von der in ihnen enthaltenen großen Membran. Diese Membran ist, wie das Gesicht beim Kopf (=Korb des Mikrofons), senkrecht zur Längsachse des Mikrofons eingebaut (manchmal kann man die Membran durch den Korb hindurch sehen). Es gilt nun, das 'Gesicht' des Mikrofons zu finden. Meist ist die Vorderseite besonders gekennzeichnet, z.B. durch das Logo des Herstellers (Neumann) oder durch einen Punkt (Rode). Die Mikrofonachse ist die Verlängerung der Nase mitten im 'Gesicht' (Pinocchio), und sollte, wie immer, zur Schallquelle zeigen.